10 Fragen an Christoph Köchy von UNICUM Live und der Uni-Liga GmbH

Veröffentlicht am von

profilbild_köchy_präsident-kleinStellen Sie sich, Ihren aktuellen Job und Ihr Unternehmen/Ihre Institution vor.
Ich habe aktuell mehrere Jobs. Den größten Teil des Tages nimmt die Geschäftsführung der UNICUM Live und der Uni-Liga GmbH ein. Parallel kümmere ich mich als Präsident um den Aufbau des Deutschen Kleinfeld-Fußball Verbands.

Was sind die Hauptaufgaben in Ihrem aktuellen Job? Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?
Die UNICUM Live GmbH ist die Eventagentur unter dem Dach des bekannten Unicum Verlags. Wir organisieren und vermarkten Veranstaltungen für Studierende, z.B. große Unipartys.

Die Uni-Liga GmbH betreut und vermarktet rund 20 Hochschul-Fußball-Ligen in ganz Deutschland. Wir stellen die Website und unser Know-How für die Etablierung einer solchen Liga zur Verfügung und organisieren das Deutschland-Finale.

Der Deutsche Kleinfeld-Fußball-Verband (DKFV) hat sich zu dem Zweck gegründet, Freizeit-und Amateurfußballern eine Plattform zu bieten, ihre Sportart unter Berücksichtigung des eigenen Zeitrahmens ausüben zu können. Viele Fußballer haben keine Zeit mehr, zweimal wöchentlich zu trainieren und am Wochenende zu spielen. Da sind Hobbyligen eine gute Alternative, zumal man auf Kleinfeld weniger laufen muss und mehr Tore fallen.

Daneben besitze ich noch Anteile an einer Sportsbar in Göttingen und ich arbeite ehrenamtlich im Exekutivkomitee der European Minifootball Federation.

Welchen Karriereweg haben Sie eingeschlagen um dorthin zu kommen, wo Sie heute sind?
Während meiner Ausbildung zum Bankkaufmann wurde mir klar, dass ich in eine andere Richtung gehen möchte. Daher habe ich anschließend Sport- und Politikwissenschaften studiert um Journalist zu werden. Durch die mit Kommilitonen organisierte Uni-Liga Göttingen bin ich dann zum Eventmanagement gelangt.

Welche Fähigkeiten sind in Ihrem aktuellen Job gefragt?
Führungsstärke, Kreativität, Begeisterungsfähigkeit, Kommunikationsstärke, Motivationsfähigkeit, Durchsetzungsvermögen

Was sind die wichtigsten Eigenschaften, die ein Sportmanager braucht?
Ganz klar: Er oder sie muss Networking beherrschen. Das Sportbusiness ist sehr klein und ohne Kontakte, die einen auch weiterempfehlen, wird es schwierig zum Erfolg zu kommen.
Zum Glück gibt es ja diverse Veranstaltungen, die auf das Netzwerken ausgerichtet sind, z.B. SpoBiS Düsseldorf.

Was war aus Ihrer Sicht die wichtigste Weichenstellung zu Beginn Ihrer Laufbahn?
Die Entscheidung, mich mit vier anderen Kommilitonen selbständig zu machen. Wir haben ein Qualifikationsturnier der Deutschen Beachbasketball Meisterschaft und die Uni-Liga in Göttingen organisiert und dabei gemerkt, wie viel Freude uns das bereitet.

Welche Tipps/Ratschläge würden Sie Kandidaten geben, die sich für eine Karriere im Sportmanagement interessieren?
Hört sich simpel an, ist aber so: Praxiserfahrung sammeln. Und nicht nur bei den großen Playern Praktika absolvieren, auch mal in einer kleinen Agentur oder bei einem kleineren Verein arbeiten. Dort wird dann auch nicht nur Kaffee gekocht, sondern jedes Projekt selber angegriffen.

Was spricht für und was gegen einen Job im Sportbusiness?
Für den Job spricht auf jeden Fall das Thema Sport an sich. Wer sich für Sport begeistert, sei es praktisch oder vor dem Fernseher, für den ist eine Karriere in dem Bereich immer ein bisschen „Hobby zum Beruf machen“. Da man einen Großteil seines Lebens bei der Arbeit verbringt, sollte diese doch auch Spaß machen und das ist im Sportbusiness für viele Menschen möglich.

Dagegen spricht zum einen die oft mangelhafte Bezahlung. Da die Nachfrage nach Stellen so enorm gestiegen ist, wird außer im Vertrieb eher unterdurchschnittlich gezahlt.
Zum Anderen tummeln sich im Sportbusiness eine Menge Menschen, die ein sehr großes Selbstbewusstsein haben. Als sehr zurückhaltender Kandidat könnte es dann schwierig werden, sich durchzusetzen.

Was war das Highlight in Ihrer bisherigen Karriere?
Eindeutig die Kleinfeld-Fußball-Europameisterschaft in Moldawien. Als ich vor dem Spiel mit der Nationalmannschaft Arm in Arm die Nationalhymne hörte, war das einer der bewegendsten Momente meines Lebens.

Wie stellen Sie sich Ihren weiteren Karriereweg vor?
Im Moment bin ich sehr zufrieden mit dem, was ich tue. Das kann gerne noch ein paar Jahre so weiterlaufen. Wenn der Kleinfeld-Fußball-Verband irgendwann Hunderttausende Mitglieder hat und unsere Nationalmannschat Favorit auf den WM-Titel ist, kümmere ich mich aber auch gerne nur noch darum.

Vielen DANK für das Interview!

nach oben