10 Fragen an Jens Bachmann von Infront Sports & Media

Veröffentlicht am von

Bild Jens Bachmann kleinStellen Sie sich, Ihren aktuellen Job und Ihr Unternehmen/Ihre Institution vor.
Ich bin derzeit für Infront Sports & Media tätig. Infront ist ein weltweit tätiger Sportvermarkter, der in Deutschland insbesondere im Vereinsfußball stark vertreten ist. Derzeit leite ich das Vermarktungsteam von Infront für Alemannia Aachen.

Was sind die Hauptaufgaben in Ihrem aktuellen Job? Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?
Im Moment heißt es hier in Aachen Strukturen aufzubauen, wir sind gerade als Vermarkter neu eingestiegen. Der Verein befindet sich in einer sehr schwierigen Phase, da neben dem sportlichen Abstieg gerade das laufende Insolvenzverfahren abgewickelt werden muss. Für uns heißt es derzeit Strukturen schaffen, das gesamte Thema Vermarktung zu steuern und Vertrauen bei den Sponsoren zurückgewinnen. Uns erwarten hier jeden Tag neue Herausforderungen – 9 to 5 und einen typischen Arbeitstag findet man hier nicht!

Welchen Karriereweg haben Sie eingeschlagen um dorthin zu kommen, wo Sie heute sind?
Nach einem Praktikum bei adidas und dem VfB Stuttgart bin ich durch Zufall bei Infront in Düsseldorf gelandet und habe nach drei Jahren dort nun den Wechsel nach Aachen als Teamleiter für Infront vollzogen.

Welche Fähigkeiten sind in Ihrem aktuellen Job gefragt?
Kommunikationsstärke, Belastbarkeit und Organisationsgeschick, sowie Vertriebserfahrung sind derzeit sehr wichtig, da es hier in Aachen darum geht alles von 0 auf aufzubauen.

Was sind die wichtigsten Eigenschaften, die ein Sportmanager braucht?
Hartnäckigkeit, Durchsetzungskraft und seine eigene Persönlichkeit

Was war aus Ihrer Sicht die wichtigste Weichenstellung zu Beginn Ihrer Laufbahn?
Man kann nicht immer alles im Voraus planen, manchmal ergeben sich Chancen und Möglichkeiten, da gilt es dann sich zu beweisen.

Welche Tipps/Ratschläge würden Sie Kandidaten geben, die sich für eine Karriere im Sportmanagement interessieren?
Ein BWL oder Sportmanagement Studium ist sicherlich eine gute theoretische Basis. Für mich war es besonders wichtig schon im Studium Praxiserfahrung zu sammeln und Kontakt zu knüpfen. Das sollte für angehende Sportmanager auch im Focus stehen!

Was spricht für und was gegen einen Job im Sportbusiness?
Seine Leidenschaft für Sport mit dem Job zu verbinden ist schon eine tolle Möglichkeit. Viele haben aber sicherlich falsche Vorstellungen von einem Job im Sportumfeld. Erstens ist ein Einstieg sicherlich nicht so einfach, da die Nachfrage sehr groß ist und zweitens ist hier oftmals Hartnäckigkeit und Geduld gefragt, um seine Ziele zu erreichen.

Was war das Highlight in Ihrer bisherigen Karriere?
Als Vermarkter den Aufstieg von Fortuna Düsseldorf hautnah zu erleben war schon sehr emotional.

Wie stellen Sie sich Ihren weiteren Karriereweg vor?
Erst mal möchte ich hier in Aachen für die Alemannia die schwierigen Zeit erfolgreich bewältigen und dazu beitragen den Verein wieder sukzessive aufzubauen. Die nächsten Schritte danach lasse ich auf mich zukommen, aber auch im Sport gilt: Träumen muss erlaubt sein!

Vielen DANK für das Interview!

nach oben