10 Fragen an Mark Schober von der TSP – The Sports Promoters GmbH

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Foto-Mark-Schober-kleinStellen Sie sich, Ihren aktuellen Job und Ihr Unternehmen/Ihre Institution vor.
Mein Name ist Mark Schober, ich bin 33 Jahre alt und arbeite seit meinen Studium „Sportmanagement“ als Dipl.-Kaufmann (FH) (2004) im Sportmanagement.

Mein aktueller Titel ist Senior Manager Events bei TSP – The Sports Promoters GmbH in Hamburg. Meine Hauptverantwortungsbereiche sind das leitende Projektmanagement bei Sportgroßveranstaltungen, die Personalverantwortung und -entwicklung bei TSP im Rahmen der Jahresplanung und Entwicklung neuer Eventformate.

TSP ist spezialisiert auf die Entwicklung von Veranstaltungen im Sportbereich und deren professionelle Umsetzung in Stadien und Arenen. Als 100%ige Tochtergesellschaft der SPORTFIVE GmbH & Co. KG, einer der führenden Sportrechtevermarkter Europas mit dem Kerngeschäft TV- und Sponsoringrechte im Fußball, ergänzt TSP das Portfolio von SPORTFIVE im Bereich der Sport-Events und kann seinerseits auf ein umfassendes und national agierendes Netzwerk zurückgreifen. TSP bietet das komplette Eventmanagement inklusive der Akquise von Teams bis zur Verhandlung mit den Veranstaltungshallen. TSP bringt aufgrund seines Netzwerkes überregionale Kooperationspartner aus den Bereichen Medien/ TV sowie Sponsoring mit und verfügt aufgrund seiner SPORTFIVE-Zugehörigkeit über die besten Kontakte im Markt.

Was sind die Hauptaufgaben in Ihrem aktuellen Job? Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?
Meine Hauptverantwortungsbereiche sind das leitende Projektmanagement bei Sportgroßveranstaltungen, die Personalverantwortung und -entwicklung bei TSP im Rahmen der Jahresplanung und die Entwicklung neuer Eventformate.

Neben administrativen Aufgaben im Rahmen der Personalverantwortung und Budgetplanung mit den Geschäftsführern, stehen die Entwicklung, Planung und Koordination von bestehenden und neuen Eventformaten im täglichen Mittelpunkt meiner Arbeit.

Die Aufbau- und Ablauforganisation mit zwei Geschäftsführern, sechs Festangestellten und bis zu 4 Praktikanten muss stets koordiniert und optimiert werden, um den Marktanforderungen gerecht zu werden. Dabei steht auch die Abstimmung mit der Muttergesellschaft SPORTFIVE im Mittelpunkt.

Die Arbeitswoche hat offiziell 38 Stunden und besteht zudem aus Wochenendarbeit bei Terminen und Projekten.

Welchen Karriereweg haben Sie eingeschlagen um dorthin zu kommen, wo Sie heute sind?
Im Rahmen meines Studiums an der FH Ostfalia habe ich zwei Praktika, eines in Chicago und eines in Berlin bei Christian Schenk Sports, einer kleinen Sportmarketing Agentur, absolviert. Das erste Praktikum hatte das Ziel Auslandserfahrung im Bereich Sportmanagement zu sammeln. Das zweit bildetet bereits ein erste berufliche Orientierung und verhalf mir zum Berufseinstieg bei Christian Schenk Sports nach meinem Studium im März 2004. Dort habe ich dann ca. 3 Jahre in der Beratung für Kunden (u.a. Deutsche Kreditbank) und im Projektmanagement als Schwerpunkt gearbeitet. Zudem habe ich einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau des Agenturgeschäfts beigetragen.

Im weiteren Verkauf bin ich Ende 2006 nach Hamburg als Marketing Manager zu der Agentur Drewes&Keretic gegangen. Hier bestand meine Hauptaufgabe in der Beratung der Kunden Hasseröder und Milka in den Bereichen Sportsponsoring und Eventmanagement.

Ein guter Kontakt hat mich nach knapp einem Jahr für ein Projekt namens United for Sport begeistert und mich als Geschäftsführer mit dem Aufbau der Agentur und dem Projekt „Profi-Basketball in Hamburg“ betraut. Über knapp zwei Jahre habe ich die Geschicke der Agentur in Hamburg geleitet und sehr gute Erfahrungen in Sachen Business Planung, Beratungsaufträge sowie Netzwerkaufbau machen dürfen.

Im April 2009 hat mich dann die neue Unternehmensidee von TSP – The Sports Promoters GmbH gereizt und ich habe die ersten Schritte bis heute im Bereich Sportgroßveranstaltungen erfolgreich umsetzen können.

Aufgrund der intensiven und qualitativ sehr guten Abschnitte in meinem Werdegang habe ich fast alle Bereiche im Sportmanagement durchlaufen können und dabei eine große Menge an Erfahrung sammeln können. Das hält mich aber weiterhin nicht davon ab, neue Herausforderungen anzugehen und weiter zu lernen.

Welche Fähigkeiten sind in Ihrem aktuellen Job gefragt?
Fachliche Fähigkeiten: Projektmanagement, Eventmanagement, Marketing, Ticketing, Medienmanagement, Überblick über den Sportmarkt und die Abläufe, Organisationsstärke, Abwägung von Chancen und Risiken, Analysefähigkeit

Persönliche Fähigkeiten: Ehrgeiz, Offenheit, Durchhaltevermögen, Verhandlungsgeschick, Bedachtheit, soziale Kompetenz

Was sind die wichtigsten Eigenschaften, die ein Sportmanager braucht?
Sportbegeisterung, Kontaktfreude, Flexibilität, Kenntnis des Sportmarktes und dessen Abläufe, Organisationsstärke

Was war aus Ihrer Sicht die wichtigste Weichenstellung zu Beginn Ihrer Laufbahn?
Die wichtigste Weichenstellung waren beide Prakika im Studium und der Aufbau eines Netzwerks, um den kleinen Markt im Sportmanagement gut überblicken zu können.

Welche Tipps/Ratschläge würden Sie Kandidaten geben, die sich für eine Karriere im Sportmanagement interessieren?
Hier sind ein guter Abschluss und noch bessere Praktika bzw. Berufserfahrungen von hoher Relevanz. Man sollte immer „am Ball“ bleiben, die Trends mitnehmen und neugierig sein. Allerdings ist der Markt überschaubar und die Chancen, die sich einem bieten, sollte man nicht verstreichen lassen.

Was spricht für und was gegen einen Job im Sportbusiness?
Dafür spricht auf jeden Fall, dass man ein beliebtes Hobby zum Beruf machen kann. Der Sport ist in unserer Freizeitgestaltung ein Hauptangebot und erwirkt eine hohe Nachfrage für das Angebot. Ob nun im Bereich Events, Rechte oder organisierter Sport.

Dagegen spricht eventuell die Abgrenzung zu klassischen Berufsfeldern, da das Arbeiten im Sport schnell seinen eigenen „Stempel“ bekommt bzw. nicht Sport-Unternehmen die „Spezies“ Sportmanagement nicht richtig einordnen können.

Was war das Highlight in Ihrer bisherigen Karriere?
Da gibt es zwei:
1. Kundenveranstaltung der DKB zu den Olympischen Winterspielen nach Turin im Jahr 2006
2. 75.000 Zuschauer beim Freundschaftsspiel von Borussia Dortmund und Real Madrid im Sommer 2009.

Vielen DANK für das Interview!

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