10 Fragen an Mirko Schäfer von der Junipergroup

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Bild-Mirko-Schäfer-kleinStellen Sie sich, Ihren aktuellen Job und Ihr Unternehmen/Ihre Institution vor.
Mein Name ist Mirko Schäfer, ich bin 24 Jahre alt und ich lebe aktuell in Berlin.
Dort arbeite ich als Account Manager bei der Junipergroup, einer Agentur für alternative Kommunikation. Im Kern beraten wir Sponsoren bei der Aktivierung und bei der Umsetzung ihrer Sponsorships und das vornehmlich in der Fußball-Bundesliga. Was an dieser Stelle noch interessant sein könnte: Wir sind ein Gemeinschaftsunternehmen bzw. eine Gemeinschaftsagentur von Sportfive und DDB Tribal, einer weltweit tätigen Kreativagentur.

Was sind die Hauptaufgaben in Ihrem aktuellen Job? Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?
Aktuell betreue ich unseren Kunden, die MAN SE bei der Aktivierung ihrer Bundesliga-Partnerschaften. MAN stellt die Mannschaftsbusse von Bayern München, Borussia Dortmund, Hamburger SV, Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg. Dabei entwickeln wir Kommunikations- und Aktivierungskonzepte und vertreten die Interessen unseres Kunden gegenüber den Vereinen.

Das einzig typische an einem Arbeitstag unter der Woche ist eigentlich nur der Arbeitsplatz – wir verbringen einen Großteil der Zeit am PC bzw. Telefon. Der Rest variiert doch ganz schön.
Es gibt Zeiten da reiht sich ein Brainstorming-Termin an den nächsten und die siebenundneunzigste PowerPoint Folie wird geschrieben, es gibt aber auch Zeiten in denen Unmengen an Mails rein- und rausgehen und das Telefon keine Minute still steht – vornehmlich dann, wenn sich einer der Vereine anschickt, großes zu erreichen.
An Wochenenden sind wir oft in den Stadien unterwegs oder was mich angeht auch das ein oder andere Mal in einem top-ausgestatteten Reisebus ;-)

Welchen Karriereweg haben Sie eingeschlagen um dorthin zu kommen, wo Sie heute sind?
Eines Vorab: Eigentlich habe ich gerade erst (vor zwei Jahren) einen/den Weg eingeschlagen. Die Anstellung bei der Junipergroup habe ich über ein Praktikum bekommen. Davor habe ich aber, wie auch einige andere Interview-Teilnehmer, in Salzgitter Sportmanagement studiert. Super Studium und vor allem super Freundschaften, die dort entstanden sind.

Welche Fähigkeiten sind in Ihrem aktuellen Job gefragt?
Im großen und ganzen sind es eigentlich die „Klassiker“, nachfolgend aber mal in zwei Facetten meines aktuellen Jobs aufgeteilt.

1. Strategisch/konzeptionelle Arbeit:
Kreativität bzw. die Führung und Umsetzung von Kreativprozessen, Verständnis für Kommunikation und Marken, analytischen Fähigkeiten, etc.

2. Operative Arbeit bzw. Umsetzung:
Vermittlungsfähigkeiten, Begeisterungsfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, planvolles und strukturiertes Handeln.

Was sind die wichtigsten Eigenschaften, die ein Sportmanager braucht?
Ein Sportmanager ist in meinen Augen jemand, der unmittelbar den Sport, den Wettkampf oder die Liga managt also direkt mit der „Produktion“ – wenn man es so nennen mag – zu tun hat.
Ich, für meine Person, würde mich daher nicht als Sportmanager sondern eher als „Kommunikationsmanager“ mit Sportverständnis bezeichnen. Wenn ein Unternehmen mit dem Thema Sport Kommunikation betreiben möchte ist ein gewisses Verständnis für Abläufe und Denkweisen von z.B. Vereinen unumgänglich. Das sind sicherlich keine Eigenschaften, die sich mit den Kerneigenschaften eines „klassischen Sportmanagers“ überschneiden.

Was war aus Ihrer Sicht die wichtigste Weichenstellung zu Beginn Ihrer Laufbahn?
Das sehe ich in fünf bis zehn Jahren vielleicht komplett anders, aber eigentlich zwei Fakten:
1. Das Angebot der Festanstellung bei „Juniper“ anzunehmen (statt direkt einen Master nachzulegen)
2. Engagement neben dem Studium,
das geht auch gleich prima in die nächste Frage über…

Welche Tipps/Ratschläge würden Sie Kandidaten geben, die sich für eine Karriere im Sportmanagement interessieren?
Ich kann jedem, der mehr oder weniger ehrgeizige Ziele verfolgt nur empfehlen, neben dem Studium bereits praktisch zu arbeiten. Das können Praktika in den Semesterferien oder das Engagement in studentischen Projekten sein. Leute aus meinem Semester haben beispielsweise die erste studentische Sportberatung in Deutschland gegründet. Das war eine super Gelegenheit reale Projekte mit Unternehmen oder Vereine umzusetzen. Die Grundlagen, die man sich bei solchen Sachen aneignet erleichtern den Arbeitseinstieg ungemein.

Was spricht für und was gegen einen Job im Sportbusiness?
Achtung philosophisch: Der Sport an sich. Das hat aber tatsächlich einen erstgemeinten Kern.
Wer sich für eine Sportart oder Sport generell total begeistern kann ist in der Branche richtig aufgehoben, wer dies nicht 100%ig kann wird dort nicht glücklich.
Ich glaube, dass man sich mit seinem Job identifizieren und für ihn begeistern kann ist eine Grundvoraussetzung, wie aber in anderen Branchen auch.

Was war das Highlight in Ihrer bisherigen Karriere?
In der letzten Saison für einen Sponsor von FC Bayern und Borussia Dortmund arbeiten zu dürfen, gerade mit Blick auf das Saisonfinale. Gemeint ist natürlich die Saison 2012/13 mit dem deutsch/deutschen Champions League Finale und dem Bayerischen Triple.

Wie stellen Sie sich Ihren weiteren Karriereweg vor?
Im Moment kann ich mir nichts anderes vorstellen.
Ich möchte weiterhin für große Marken arbeiten und großartige, sichtbare Projekte umsetzen.

Vielen DANK für das Interview!

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