10 Fragen an Tobias Groenen von SponsorPoint

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SponsorPoint kleinWas genau dürfen wir uns unter Ihrem Startup vorstellen?
SponsorPoint ist die Online-Plattform im Sponsoring und bietet Vereinen, Sportlern, Sportmannschaften, Sozialen Einrichtungen, Künstlern, Kulturprojekten, Umweltorganisationen und kreativen Projekten eine Plattform, um sich professionell möglichen Sponsoren zu präsentieren und erleichtert somit den Sponsoren die Suche nach Partnern, die zum Unternehmen, zum Produkt oder zur Zielgruppe passen.

Wie ist die Geschäftsidee entstanden und wie funktioniert Ihr Geschäftsmodell?
Die Idee ist wie so häufig durch den berühmten Zufall entstanden. Durch unsere Kontakte in den Sport wurden wir häufig angesprochen ob wir uns selber engagieren möchten oder Unternehmen kennen, für die ein Sponsoring interessant wäre. Als wir einmal genau hinterfragten wie heutzutage i.d.R. nach Sponsoren gesucht wird, wurde uns häufig berichtet, dass viele Vereine, Sportler, Sportmannschaften etc. für sehr viel Geld hochwertige Sponsormappen anfertigen und drucken lassen und diese an etliche Unternehmen, meistens ohne Resonanz, verschicken. Sofort war uns bewusst, dass man mit ein bisschen Papier heutzutage bei kaum einem Unternehmer Emotionen weckt. Daher wollten wir die Möglichkeit einer digitalen Sponsoringmappe schaffen, in der man sich mit Bildern und Videos professionell präsentieren und mit den sozialen Netzwerken vernetzen kann. Wir wollten jedem die Chance geben einem potentiellen Sponsor ohne Layout-, Druck- und Portokosten seine persönliche Leidenschaft zeigen zu können. Zudem wollten wir den Sponsoren eine Möglichkeit schaffen zielgerichtet nach Partnern suchen zu können. Da man heutzutage im Internet ohne Probleme eine Wohnung in München suchen kann, war die Frage, warum das noch nicht im Sponsoring möglich ist. Schnell nahm die Idee formen an und die Umsetzung begann.

Wer sind die Gründer, was haben sie vorher gemacht und wie haben sie zueinander gefunden?
Tobias Groenen und Ralf Jungermann
Herr Groenen ist gelernter Versicherungsfachwirt und Herr Jungermann Unternehmer in der Chemischen Industrie. Beide haben sich vor einigen Jahren durch ein gemeinsames Projekt kennengerlernt und wollen seit dem gemeinsam mit kreativen Ideen neue Märkte erschließen. Da ein gewisser Altersunterschied zwischen den beiden besteht, schafft diese Kombination einen Vorteil zu den meistens jungen Startups, da hier ein wesentlich größerer Erfahrungsschatz aufeinander trifft.

Was waren die größten Hürden auf dem Weg zur Gründung?
Wie bei vielen Internet-Startups sind die größten Hürden meistens auf der Seite der technische Umsetzung der Ideen und der der Vermarktung.

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Wie finanzieren Sie Ihr Startup?
Zunächst muss man festhalten das SponsorPoint Werbefrei ist und nicht wie einige bekannte Beispiele mit den Daten der Nutzer handelt. Da zudem bekannter weise die Suche nach Sponsoren sehr Kosten- und Zeitintensiv ist und viel Werbung benötigt, gab es für uns zwei Möglichkeiten, die diskutiert wurden. Eine Möglichkeit wäre gewesen Provisionen pro Sponsorvertrag zu veranschlagen, wie das viele s.g. Sponsoragenturen tun oder eine Jahresmitgliedschaft. Da wir von einem Sponsoring dem Verein oder Sportler nichts nehmen und eine günstige Möglichkeit schaffen wollten, haben wir uns für die Jahresmitgliedschaft entschieden. Diese wurde mit ca. 99€ im Jahr bewusst niedrig gewählt, damit wir eine breite Masse ansprechen können. Zudem stellt es eine gewisse Hürde da, damit unser Qualitätsanspruch gehalten werden kann – dies ist tatsächlich notwendig da das Highlight unserer Anfrage eine Dame war, die einem Sponsor das Recht überlassen wollte ihr Neugeborenes Kind zu benennen. Das erschreckende daran war, dass dies tatsächlich ernstgemeint gewesen ist!

Wer sind Ihre Mitbewerber und wie grenzen Sie sich von ihnen ab?
Um ehrlich zu sein haben wir das, was wir uns damals vorgestellt haben, bei keinem anderen Unternehmen gesehen. Es gab den ein oder anderen, der sich in dieser Richtung versucht hat aber bislang keine Marktdurchdringung erreichte.

Wie wollen Sie Ihr Startup bekannt machen?
Wir haben uns von Anfang an sehr breit aufgestellt und soziale Netzwerke, Google und natürlich unsere Kontakte wirksam genutzt. Auch ein Videowettbewerb auf Facebook, wo es ein Sponsoring in Höhe von 2.000,00 € zu gewinnen gab, hat anscheinend dazu geholfen das wir wahrgenommen werden.

Wo stehen Sie mit Ihrem Startup in einem Jahr?
Wir sehen ein gesundes Wachstum und denken, dass wir in ca. einem Jahr auch international die Suche nach Sponsoren revolutionieren.

Welche Tipps/Ratschläge würden Sie Gründern mit auf den Weg geben?
Aus eigener Erfahrung kann man jedem Gründer mit auf den Weg geben sich Zeit zu nehmen und nachzudenken. Es klingt sehr einfach, ist aber das, was den meisten am schwersten fällt und für uns einer der Erfolgsfaktoren. Viele gute Ansätze werden zu früh mittelmäßig umgesetzt und erreichen dadurch nicht das gewollte Ergebnis. Ein weiterer Erfolgsgarant ist der Kontakt zu gestandenen Unternehmern – warum nicht mal jemanden fragen der erfolgreich ist? Dies ist übrigens keine eigene Idee gewesen sondern ein Ansatz aus dem Buch „Wie man Freunde gewinnt“ von Dale Carnegie – Pflichtlektüre für jeden Unternehmer!

Was spricht für und was gegen eine Gründung im Sportbusiness?
Das ist pauschal nicht zu beantworten. Es kommt immer auf die richtige Idee zur richtigen Zeit an.

Vielen Dank für das Interview!

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