10 Fragen an Patrick Falk von der FAS Sportmanagement GbR

Veröffentlicht am von

Falk 2WAS GENAU DÜRFEN WIR UNS UNTER IHREM STARTUP VORSTELLEN?

Wir, die FAS Sportmanagement GbR, sind eine Beratungsagentur für Jugend-, Berufs- und Lizenzspieler im Fussball.

WIE IST DIE GESCHÄFTSIDEE ENTSTANDEN UND WIE FUNKTIONIERT IHR GESCHÄFTSMODELL?

Die Idee ist durch ein Treffen zwischen Fabian Angene und mir (Patrick Falk) entstanden. Wir bieten den Spielern ein Rundumpaket an, sodass diese sich komplett auf den Fussball konzentrieren können. Hierbei sind wir nicht nur für die Aushandlung von Arbeitsverträgen, sondern auch für die Erstellung und Betreuung von Fanpages, Vermögensberatung, Karriereplanung etc. zuständig. Bezüglich der Spielersuche haben wir Scouts, welche uns Spieler empfehlen. Wir selbst schauen uns auch das ein oder andere Spiel an.

WER SIND DIE GRÜNDER, WAS HABEN SIE VORHER GEMACHT UND WIE HABEN SIE ZUEINANDER GEFUNDEN?

Die Agentur setzt sich aus meiner Person (Patrick Falk), Fabian Angene und Stefan Steinleitner zusammen. Ich selbst bin ehemaliger Profi und hatte schon einen ganz guten Einblick in das Profigeschäft. Fabian Angene hat seinen Bachelor im Sportmanagement absolviert und befindet sich gerade am Ende seine Masterstudiums im Sportmanagement. Ebenfalls wurde seine Bachelorthesis über die Spielervermittlung als Buch veröffentlicht. Des Weiteren war er Inhaber der DFB-Spielervermittlerlizenz bis zu deren Abschaffung. Stefan Steinleitner ist Anlage-, Finanz- und Vermögensberater. Er ist auch ein Fachmann was Versicherungen angeht und hat einen deutschlandweiten Kundenstamm.

WAS WAREN DIE GRÖßTEN HÜRDEN AUF DEM WEG ZUR GRÜNDUNG?

Eine der größten Hürden war natürlich die Gründung der Agentur, es musste viel Papierkram erledigt werden. Die Verteilung der Kompetenzen sowie die Erstellung des Gründervertrags war kein Problem, da hatten wir sehr schnell einen Konsens. Des Weiteren haben wir alle natürlich auch weiterhin Pflichten, welchen wir neben dem Tagesgeschäft in der Agentur nachkommen müssen. Diese Balance herzustellen ist eine Herausforderung.

WIE FINANZIEREN SIE IHR STARTUP?

Anfangs hat natürlich jeder der Gründer einen gewissen Betrag eingezahlt, damit die wichtigsten Anschaffungen gemacht werden konnten. Aber generell finanzieren wir uns durch die Provisionen, welche wir bei einem Transfer oder einer Vertragsverlängerung bzw. Vertragsunterschrift bekommen.

WER SIND IHRE MITBEWERBER UND WIE GRENZEN SIE SICH VON IHNEN AB?

Wir sind natürlich eine jüngere Agentur und die Mitbewerber in dem Feld haben aufgrund der Größe und des Netzwerks einen enormen Vorteil. Da ist es sehr schwer an gestandene Bundesligaspieler zu kommen. Deswegen ist es unsere Philosophie, dass wir jeden Spieler als Mitglied unserer Agentur betrachten und uns komplett auf diesen fokussieren und auf dessen Wünsche eingehen. Dadurch, dass wir nahezu alle Bereiche der Beratung abdecken können und die Spieler alles gebündelt in der Agentur vorfinden, haben wir in der Region schon einen Vorteil. Des Weiteren gilt es, dass wir uns durch seriöse Arbeit einen guten Namen aufbauen.

WIE WOLLEN SIE IHR STARTUP BEKANNT MACHEN?

Einerseits benötigt man einen gewissen Bekanntheitsgrad, auch um die Spieler auf sich aufmerksam zu machen. Andererseits steht bei uns seriöse Arbeit an erster Stelle. Die Reputation kommt dann schon nach einer Zeit, wenn es sich herumspricht, dass die Spieler bei uns sehr zufrieden sind und wir die Spieler bei den Vereinen unterbringen. Aber natürlich haben wir in Zeiten der sozialen Netzwerke auch eine Präsenz auf Facebook, auf welcher wir ständig News posten, damit sich die Spieler auch einen Eindruck von der Agentur machen könnten. Natürlich sind wir auch auf transfermarkt.de vertreten. Aufgrund meiner Zeit als Bundesligaprofi ist es auch von Vorteil, die ein oder andere Nummer von Funktionären und ehemaligen Spielern im Handy zu haben.

WO STEHEN SIE MIT IHREM STARTUP IN EINEM JAHR?

Unser Ziel ist es, nach und nach Spieler mit hohem Potential zu verpflichten. Daher sehen wir uns in einem Jahr so weit, dass wir Spieler der Jugendbundesliga aus der Region unter Vertrag haben. Unsere Entwicklung soll Schritt für Schritt erfolgen, sollten es dann mal zwei Schritte auf einmal sein, sagen wir da auch nicht Nein.

WELCHE TIPPS/RATSCHLÄGE WÜRDEN SIE GRÜNDERN MIT AUF DEN WEG GEBEN?

Eine Gründung zieht immer einen enormen Aufwand mit sich. Dementsprechend muss man sich diesen Schritt sehr gut überlegen. Man muss sich bewusst sein, dass die ersten Schritte schwer sind und man auch viele Mühen, gerade im Bereich der Spielervermittlung, umsonst auf sich nimmt. Deswegen zählen ganz besonders der Fleiß und die Disziplin. Man sollte immer das Ziel verfolgen und keinen Gedanken ans Aufgeben verschwenden, auch wenn es mal Zeiten gibt, in denen gar nichts läuft.

WAS SPRICHT FÜR UND WAS GEGEN EINE GRÜNDUNG IM SPORTBUSINESS?

In unserem Bereich im Sportbusiness spricht dafür, dass wir mit jungen Menschen arbeiten dürfen. Es macht einfach Spaß die Jungs zu beraten und diese auf ihrem Lebens- und Karriereweg zu begleiten. Es ist sehr wichtig, dass man gerade junge Spieler intensiv begleitet. Ich selbst habe als junger Profi positive sowie auch einige negative Erfahrungen im Profifußball gemacht, diese Erfahrung möchte ich an die Spieler weitergeben, damit diese vor den Gefahren, welche das Profigeschäft mit sich bringt, geschützt sind. Dagegen spricht natürlich die enorme Dichte an Beratern. Dank der Abschaffung der Lizenz, kann – salopp gesagt – jede Person, egal welche Erfahrung und Ausbildung diese genossen hat, Spieler beraten. Dieser Trend ist sehr gefährlich, gerade wenn das große Geld greifbar ist. Des Weiteren ist es sehr schwer sich gegen die Big Player durchzusetzen. Aber dennoch betreiben wir diesen Aufwand gerne, da es uns enormen Spaß macht, die Spieler in allen Fragen zu begleiten und zu beraten.


VIELEN DANK FÜR IHRE UNTERSTÜTZUNG!

nach oben