Welche Hochschularten gibt es?

Sportstudenten-beim-Sportstudium-mit-SidebarEin Sportstudium kannst du an einer Universität, Fachhochschule oder Berufsakademie durchführen. Dies sind die Unterscheidungsmerkmale:

Universität (Uni) / Wissenschaftliche Hochschule:

Universität wird vom lateinischen Wort „universitas“ abgeleitet, was Gesamtheit bedeutet. Den Gesamtheitsanspruch erkennst du auch heute noch an dem größeren fachwissenschaftlichen Angebot im Vergleich zu Fachhochschulen. Dadurch sind Universitäten meistens deutlich größer als Fachhochschulen. Kennzeichnend für diese Hochschulart ist zudem die Verbindung von Forschung und Lehre sowie das Promotionsrecht.

Vorteile:

    • Vertieftes Wissen
    • Starke theoretische Ausrichtung und Grundlagenforschung
    • In der Regel höhere Einstiegsgehälter als bei FH- oder BA-Absolventen
    • Breites Spektrum an Studiengängen
    • Viele Freiheiten/viel Flexibilität
    • Fokus auf wissenschaftliches Arbeiten
    • Eigenständiges Denken, Handeln und  Lernen wird gefördert
    • Wissenschaftliche Karriere möglich
    • Berechtigt zur Promotion

 

Nachteile:

    • Meist längere Studiendauer
    • Höhere Kosten durch i. d. R. längere Studiendauer
    • Disziplin ist gefragt
    • Wenig Praxisbezug
    • Numerus Clausus in vielen Fachbereichen
    • Größere Studiengruppen (überfüllte Hörsäle und Rechenzentren)
    • Größere Anonymität unter den Studierenden
    • Abitur nötig

 

Fachhochschule (FH) / Hochschule für angewandte Wissenschaften:

Das Studium an Fachhochschulen ist anwendungsorientierter als an Universitäten. Enthalten sind daher i. d. R. Praxissemester/-phasen. Im Vordergrund steht hier die Wissensvermittlung und nicht die Forschung.

Vorteile:

    • Meist überschaubare Studiengruppen
    • Oftmals kürzerere Studiendauer als an der Universität
    • Hoher Praxisbezug
    • Spezialisierung
    • Sammeln von Praxiserfahrung in Praxissemestern
    • Strukturierter Lehrbetrieb
    • Keine Allgemeine Hochschulreife nötig

 

Nachteile:  

    • In einigen Branchen weniger anerkannt als Uni-Abschlüsse
    • Oftmals niedrigere Einstiegsgehälter als bei Uni-Absolventen
    • Wenig Freiheiten/wenig Flexibilität
    • Straffer Semesterplan
    • Kein Promotionsrecht

 

Berufsakademie (BA) / Duale Hochschule:

Berufsakademien sind staatlich anerkannte Bildungseinrichtungen, die ein Studium mit starkem Praxisbezug anbieten. Das Besondere an einem dualen Studium ist die Kombination von betrieblicher Praxis in einem Kooperationsunternehmen und der Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte an der Berufsakademie.

Vorteile:

    • Regelmäßiges Einkommen
    • Schnelles Studium
    • Hohe Übernahmequote nach erfolgreichem Studienabschluss
    • Hoher Praxisbezug
    • Sammeln von Praxiserfahrung
    • Aktuelle Lehre durch hohen Anteil an Gastdozenten aus der Wirtschaft
    • Aufbau eines umfassenden Netzwerks im Unternehmen und in der Branche
    • Oftmals gute Studienbedingungen, da häufig von Unternehmen mit gefördert
    • Bessere Einbindung in ein Unternehmen als bei Praktika

 

Nachteile:

    • Hohe zeitliche Belastung durch die Kürze der Ausbildung
    • Blick über den Tellerrand ist während des Studiums  nicht möglich
    • Weniger Wissenschaftlichkeit
    • Abhängigkeit vom Arbeitgeber und Unternehmen
    • Starke Spezialisierung
    • Höhere Bewerbungshürden
    • Oftmals ständiger Wohnortwechsel zwischen BA und Unternehmen
    • Nicht für wissenschaftliche Laufbahn geeignet
    • Kein Auslandsaufenthalt, sofern nicht im Lehrplan integriert
    • Keine Möglichkeit andere Unternehmen durch Praktika kennenzulernen
    • Kein Promotionsrecht

 

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