10 Fragen an Philipp Grabowski von Transferkritiker

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TK Portrait_kleinWAS GENAU DÜRFEN WIR UNS UNTER IHREM STARTUP VORSTELLEN?
 
Transferkritiker ist eine Webseite, die dem Fußball-Fan mit tiefgehenden Artikeln helfen soll, Spielerwechsel in der deutschen Bundesliga verstehen zu lernen. Von der bisherigen Karriere, über Stärken/Schwächen, Spielertyp bis zur Rolle in einem neuen Spielsystem und den Chancen im Konkurrenzkampf – Wo große Sportseiten den Fan vom Wechsel informieren, wollen wir ansetzen und der 2.Klick der Fußball-Fans werden, sozusagen die Hauptspeise, die den Informationshunger leidenschaftlich, tiefgehend und meinungsstark beseitigt.

 
WIE IST DIE GESCHÄFTSIDEE ENTSTANDEN UND WIE FUNKTIONIERT IHR GESCHÄFTSMODELL?

Transferkritiker ist aus der Idee entstanden, dass es, auch besonders bei Wechseln ausländischer Spieler in die Bundesliga, ein großes Fragezeichen auf Seiten der Fans gibt, was man vom Neuzugang wirklich erwarten kann. Dort wollen wir ansetzen und mit unserer Arbeit Abhilfe schaffen.

Auf B2B-Ebene bauen wir derzeit verstärkt Kooperationen und unser Netzwerk auf, um uns als Agentur für den 2. Klick zu etablieren. Besonders wollen wir auch Trend des journalistischen Outsourcing, den es momentan in vielen Zeitungsredaktionen gibt, aufgreifen und unseren spezifischen Content Zeitungen anbieten. Eine Win-Win Situation für alle Beteiligten und beste Erreichbarkeit für den potenziellen Leser.

Auf B2C-Ebene planen wir die Umsetzung von verschiedenen Sonderheften, in denen wir mit verschiedenen Experten im Fußball zusammenarbeiten und mit einigen USP´s digitale Hefte herausbringen, die einen wahren Mehrwert erzeugen und nicht nur an der Oberfläche kratzen.

 
WER SIND DIE GRÜNDER, WAS HABEN SIE VORHER GEMACHT UND WIE HABEN SIE ZUEINANDER GEFUNDEN?

Der Gründer von Transferkritiker bin ich selbst, Philipp Grabowski, 23-jähriger Medienwirtschaft-Student aus Duisburg. Schon als kleiner Junge habe ich mit einem Bleistift Datenbanken angefertigt, die Kader von europäischen Sonderheften auswendig gelernt und immer den Traum gehabt, meine absolute Fußball-Begeisterung auch beruflich in einem Projekt ausleben zu können. Lange Zeit stand der Traum im Sportmanagement zu arbeiten, doch formte sich mit der Zeit der größere Wunsch, zu versuchen, auf journalistischer Seite ein eigenes Medienunternehmen aufzubauen. Einige kleinere redaktionelle Erfahrungen habe ich dann bei Transfermarkt und Spox gesammelt und vor einem Jahr fiel dann der Startschuss für das Herzensprojekt Transferkritiker.

 
WAS WAREN DIE GRÖßTEN HÜRDEN AUF DEM WEG ZUR GRÜNDUNG?

Im Studium lernt man einige wichtige Elemente, aber besonders in Dingen wie Rechtsformen, Gesellschaftsform und selbst solche Sachen wie die Erstellung von Konzepten, Mission, Visionen und Werten sind Punkte, die man erst durch kontinuierliche, praktische Arbeit und einer selbstständigen großen Neugier erlernt. Generell ist Theorie und Praxis meist sehr unterschiedlich, sodass es auch für den Aufbau eines Grundgerüstes von leidenschaftlichen Mitstreitern und grundlegende Strukturen einige Zeit gedauert hat. Diese Arbeit ist zwingend notwendig, wenn man den Sprung vom Studentenzimmer in die Kommerzialisierung seriös angehen möchte.

 
WIE FINANZIEREN SIE IHR STARTUP?

Wir agieren momentan noch non-kommerziell und haben im ersten Jahr wichtige Grundlagen geschaffen, damit der Schritt in die wirkliche Unternehmer-Welt auf soliden Beinen steht. Das geht nur, wenn alle Leute komplett an die Visionen und den Erfolg des Projektes glauben sowie die Extraportion Herzblut und Zeit investieren. Wir werden uns in Zukunft wie bereits angesprochen, durch die Kooperationen mit Zeitungen als Agentur, durch unsere Sonderhefte, sowie Werbezahlungen finanzieren.

 
WER SIND IHRE MITBEWERBER UND WIE GRENZEN SIE SICH VON IHNEN AB?

Zuallererst wollen wir bewusst nicht in das Haifischbecken des schnellen Informations-Journalismus eintauchen, wo wir den Anspruch hätten, Wechsel als erstes Medium bekannt zu geben. Wir haben mit unser charakteristisch geordneten Struktur der Transferkritiken, dem tiefgehenden Mehrwert, als eine Art verständlicher Scouting-Bericht für den Fan, sowie dem sehr nahen Kontakt zu unseren Lesern, einige Punkte, wo wir hervorstechen und einzigartig sind. Besonders durch unsere interne Spielerdatenbank, den Kontakt zu Länderexperten und Redakteuren, die bereits einige Erfahrungen bei großen Zeitungen gesammelt haben, sind wir da in Puncto Transferbetrachtung einzigartig, da wir außerdem jeden einzelnen Transfer der Bundesliga betrachten und uns eben nicht auf die reichweitenstarken „Starspieler“ beschränken.

Konkurrenz wären demzufolge Seiten und Zeitungen, die detaillierte Spielerporträts zu allen Vereinen und Transfers der Bundesliga in dieser Ausführlichkeit erstellen würden, sodass einzig der Kicker und lokale Tageszeitungen im Entferntesten diesen Anspruch erfüllen könnten.

 
WIE WOLLEN SIE IHR STARTUP BEKANNT MACHEN?

Wir stellen uns permanent die Frage, wo Fans der Bundesliga-Vereine von Spielerwechseln erfahren und an diesen Orten und Medien wollen wir mit Kooperationen ansetzen und sozusagen dort, direkt durch Empfehlungsmarketing, genau in der Hardcore-Zielgruppe für Bekanntheit sorgen. Neben unseren tiefgehenden Analysen über das Jahr und den Transferkritiken, erstellen wir auf Grundlage unserer internen Spielerdatenbank auch Kurzkritiken, wo wir in zwei bis drei Sätzen den maximal, komprimierten Mehrwert schaffen, um besonders auf den Social-Media Kanälen leicht verdaulichen Mehrwertcontent zu erstellen. Ein guter Appetithappen, sowohl für den potenziellen Kunden der Sonderhefte, als auch für den durchschnittlich interessierten Sympathisant des Vereines ein Mehrwert. Externe, größere Werbemaßnahmen sind geplant.

 
WO STEHEN SIE MIT IHREM STARTUP IN EINEM JAHR?

In einem Jahr werden wir in allen 18 Bundesliga-Städten lokale und regionale Kooperationspartner aufgebaut haben. Zudem werden wir unser Experten-Netzwerk erweitern, den endgütligen Sprung in die Kommerzialisierung vollzogen haben und auch in andere Bereiche des Fußballs, mit der Kritiker-Group expandieren. Wir werden sozusagen einen großen Schritt näher sein, den Kindheits-Traum von allen Transferkritikern zu erreichen – einer täglich erfüllenden Arbeit im Fußball-Business.

 
WELCHE TIPPS/RATSCHLÄGE WÜRDEN SIE GRÜNDERN MIT AUF DEN WEG GEBEN?

Zunächst ist es wichtig sich selbst kennenzulernen, zu erkennen, was einem im Leben generell wichtig ist, um Dinge zu kreieren, wofür man gerne die Extrameile läuft und die Arbeit durch die Leidenschaft keine wirkliche Arbeit für dich ist. Bilde grundlegende Strukturen, spezialisiere dich lieber auf eine Nische, wo du erst einen Feinkostladen aufbaust, um dieses qualitative Gebilde dann auszuweiten. Finde Rohdiamanten für dein Team, die selbst ohne Bezahlung powern, um ihre ehrgeizigen Träume zu erreichen. Zum Schluss muss man sich ständig weiterbilden, viele Fehler machen und versuchen seine Komfortzone in verschiedenen Situationen zu verlassen, da die Angst meist der beste Kompass für das größte mögliche Wachstum bereithält.

 
WAS SPRICHT FÜR UND WAS GEGEN EINE GRÜNDUNG IM SPORTBUSINESS?

Das Sportbusiness stellt für all die Menschen hervorragende Möglichkeiten dar, die realisieren, dass man mit einem starken Drive, der Reflektion seines Handelns und mit seiner authentischen Persönlichkeit in jedem Bereich große Chancen hat. Besonders für Personen, die schon seit Kindestagen die Vision hatten, später im Sport zu arbeiten und Ihre Lebensziele mit dem Aufbau eines Unternehmens verbinden können, sollten eine Existenzgründung in Betracht ziehen. Nicht vergessen sollte man, dass es trotzdem harte Arbeit und Konstanz erfordert, etwas Besonderes zu schaffen. Warum nicht einfach probieren seinen Leidenschaften zu folgen?

 
VIELEN DANK FÜR IHRE UNTERSTÜTZUNG!

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