10 Fragen an Roland Braun vom Sportvermarkter Infront

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Foto Roland BraunSTELLEN SIE SICH, IHREN AKTUELLEN JOB UND IHR UNTERNEHMEN/IHRE INSTITUTION VOR.
Mein Name ist Roland Braun vom Sportvermarkter Infront. In unserer Deutschland-Zentrale in Frankfurt koordiniere ich nationale und internationale Vertriebsaktivitäten, erstelle Sponsoringpakete und leite diverse Vermarktungsprojekte.

Infront Sports & Media ist eine der führenden Sportmarketing-Gruppen weltweit. Als Full-Service-Anbieter decken wir alle wesentlichen Aspekte rund um erfolgreiche Spitzensportevents ab – darunter die Vermarktung von Medien- und Sponsoring-Rechten, die zentrale Medienproduktion, digitale Medien, Event Management, Design-Lösungen und Markenentwicklung.

In Deutschland gehört Infront zu den führenden Fuβballvermarktern – mit einem Portfolio von 13 Profivereinen sowie als Partner des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) für DFB Länderspiele und den DFB-Pokal. Darüber hinaus nehmen wir in Deutschland eine führende Rolle im Wintersport ein – u.a. durch die Vermarktung der Vierschanzentournee, des IBU Weltcups Biathlon und des FIS Ski Alpin Weltcups. In den letzten Jahren haben wir uns überdies erfolgreich im aufstrebenden Ausdauersport-Segment etabliert.

WAS SIND DIE HAUPTAUFGABEN IN IHREM AKTUELLEN JOB? WIE SIEHT EIN TYPISCHER ARBEITSTAG BEI IHNEN AUS?
Das kommt auf die aktuelle Aufgabenstellung an. Es gibt vertriebslastige Arbeitstage, an denen man oft zum Hörer greift, um Kontakte im potentiellen Sponsorenumfeld auf- und auszubauen. An anderen Tagen steht dann auch einmal eher die Projektarbeit im Vordergrund. In der Zentrale in Frankfurt koordinieren wir u.a. unsere Teams, die überall in Deutschland in den Geschäftsstellen bzw. Stadien unserer Partnervereine sitzen und übernehmen Rechteübergreifende Aufgaben.

WELCHEN KARRIEREWEG HABEN SIE EINGESCHLAGEN UM DORTHIN ZU KOMMEN, WO SIE HEUTE SIND?
Einen sportlichen Hintergrund habe ich durch meine aktive Zeit als Turnier-Tennisspieler mitgebracht. In dieser Zeit wurde mein Interesse für das Sportmarketing geweckt. Nach meinem BWL-Studium habe ich mich dann später auch mit einem Sportmarketing-Diplom berufsbegleitend spezialisiert. Leider dauerte es ein paar Berufsjahre, bis ich eine Gelegenheit zum Einstieg in die Branche gefunden hatte. Das ist nicht wirklich leicht, da der Andrang groß ist.

WELCHE FÄHIGKEITEN SIND IN IHREM AKTUELLEN JOB GEFRAGT?
Für die Sponsorenakquise sind eine Menge Geduld und eine ansprechende Argumentationsfähigkeit gegenüber potentiellen Sponsoren gefragt. Zum Beispiel: warum kann unsere Plattform X beim Erreichen von vorher definierten Marketing- und Kommunikationszielen helfen? Ein strategischer Ansatz ist heute für den Vertrieb unerlässlich.
Ich persönlich sehe es zudem als wichtig an, von Natur aus Sportmarkt-interessiert zu sein. Da schaut man auch mal ein paar nationale und internationale Fußballspiele nicht der Unterhaltung wegen an, sondern um zu erfahren, welche Unternehmen aktuell werblich aktiv sind. Branchen-Newsletter und –Magazine sind ebenso ein Muss.

WAS SIND DIE WICHTIGSTEN EIGENSCHAFTEN, DIE EIN SPORTMANAGER BRAUCHT?
Wie soeben beschrieben: allem voran eine starke Affinität zum Thema Sport. Das ist die halbe Miete. Von großer Bedeutung sind zudem Kommunikationsstärke, Überzeugungskraft und wie in anderen Jobs auch: organisiertes Arbeiten.

WAS WAR AUS IHRER SICHT DIE WICHTIGSTE WEICHENSTELLUNG ZU BEGINN IHRER LAUFBAHN?
Die eben angesprochene Gelegenheit, in diese Branche einzusteigen. Ich arbeitete in einem Unternehmen, welches eine Sport & Entertainment Unit hatte, für die ich aber zunächst nicht vorgesehen war. Durch den damaligen Leiter dieser Unit und heute guten Freund habe ich den internen Sprung geschafft. Er unterstützte mich stark dabei, und dafür bin ich ihm noch heute dankbar. Wie der Zufall so will, sind wir heute bei Infront wieder Arbeitskollegen. Die Branche ist klein.

WELCHE TIPPS/RATSCHLÄGE WÜRDEN SIE KANDIDATEN GEBEN, DIE SICH FÜR EINE KARRIERE IM SPORTMANAGEMENT INTERESSIEREN?
Ich würde mich früh spezialisieren und eine renommierte Universität auswählen, die sportaffine Studiengänge anbietet. Danach sind Praktika das A und O. Wir bei Infront beispielsweise haben schon einige Praktikanten fest übernommen.
Und ganz wichtig: man kann nicht früh genug damit anfangen, ein gutes Netzwerk aufzubauen.

WAS SPRICHT FÜR UND WAS GEGEN EINEN JOB IM SPORTBUSINESS?
Dafür spricht sehr vieles, dagegen an sich überhaupt nichts. Gut, die meisten Fußballspiele und viele Sportevents finden an Wochenenden statt. Aber das empfinde ich beispielsweise nicht als Arbeit. Das wichtigste Argument dafür sehe ich in der Stabilität des Wirtschaftszweiges Sport. Sport ist mit seiner emotionalen Strahlkraft stets integraler Bestandteil des Lebens, ob selbst ausgeübt oder konsumiert.

WAS WAR DAS HIGHLIGHT IN IHRER BISHERIGEN KARRIERE?
Da gibt es einige erfolgreich umgesetzte Events oder auch den einen oder anderen guten Deal, nach dem man auch mal einen Grund zum Feiern hatte. :o)

WIE STELLEN SIE SICH IHREN WEITEREN KARRIEREWEG VOR?
Da gibt es einen konkreten Plan, den ich aber ungerne nach außen tragen möchte. Und Träume gibt es natürlich auch.

Bei Infront gibt es jedenfalls eine Menge Möglichkeiten, daher bin ich sehr froh, hier zu sein.

VIELEN DANK FÜR DAS INTERVIEW!

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