10 Fragen an Erik Ackermann von der akzio! gmbh

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Sportmanager Erik Ackermann beim Champions League Finale in LissabonStellen Sie sich, Ihren aktuellen Job und Ihre Hauptaufgaben vor.
Hallo Kis, vielen Dank für eure Anfrage: Mein Name ist Erik Ackermann, 35, und ich lebe und arbeite in Frankfurt am Main. Seit zehn Jahren bin ich bei akzio! – den Sponsoringarchitekten – und dort als Unit-Leiter und Senior Consultant für ein kleines Team zuständig, welches sich um den Kunden Gazprom im Projekt UEFA Champions League „kümmert“: Wir unterstützen Gazprom Germania beratend, konzeptionell und in der Umsetzung vielfältiger Sponsoring-Projekte. Angefangen vom täglichen Projekt-Management mit UEFA/T.E.A.M. Marketing als Rechteinhaber, über die Steuerung einer europaweiten TV-Kampagne, umfangreicher New Media-Aktivierungen auf Social-Media-Kanälen sowie einer europaweiten Stadion-Roadshow bis hin zum Eventmanagement rund um das Champions League Finale.

Meine Aufgaben sind dabei zweigeteilt: Zum einen die Steuerung und Führung sämtlicher Kunden-Projekte sowie die inhaltliche Weiterentwicklung. Zum anderen die Leitung meiner Unit, sowohl im finanziellen als auch im Personal-Bereich.

Welchen Karriereweg haben Sie eingeschlagen um dorthin zu kommen, wo Sie heute sind?
Nachdem ich bereits meinen Zivildienst im Sportverein absolviert hatte, war für mich sehr schnell klar, wohin die Reise gehen sollte – Sportmanagement-Studium in Salzgitter. Über diverse Praktika (z.B. 7 Wochen beim DFB in den Sommerferien) und einem Praxissemester beim Hamburger Sport-Verein/Sportfive bin ich für das zweite Praxissemester zu akzio! nach Frankfurt gegangen. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei der Agentur „Schmidt & Kaiser“ zur Diplomarbeit bin ich zurück zu akzio! und dem Unternehmen bis heute treu geblieben.

Neben meiner Anstellung bei akzio! bin ich an der FH Ostfalia seit einigen Jahren regelmäßig als Gastdozent tätig. Nicht nur, um mich selbst persönlich weiterzuentwickeln, sondern auch um den Draht zu den aktuellen Studenten zu halten.

Stellen Sie kurz Ihr Unternehmen/Ihre Institution vor.
Die akzio! gmbh ist eine seit 20 Jahren erfolgreich agierende Sponsoringagentur in den Bereichen Sport, Kultur, Lifestyle und Soziales. Wir, die Sponsoringarchitekten, befassen uns mit der kreativ-gestalterischen, funktionalen sowie wirtschaftlichen Planung und Implementierung von Sponsoring-Projekten. Gemeinsam mit unseren Tochtergesellschaften, der ajoint. communication und OBSESSION, „leben wir Begeisterungsräume für Marken“: mehr als 120 Mitarbeiter betreuen an den Standorten Frankfurt/Main und München regionale, nationale und internationale Kunden, die sich dem Spezialwissen der Agenturgruppe bedienen. Aktuell zählen z.B. mit UniCredit, HTC, PlayStation und Gazprom vier offizielle Sponsoren der UEFA-Champions League zum Kundenportfolio der Agenturgruppe. Weitere Kunden der Agenturgruppe sind z.B. BMW, Commerzbank, Deutsche Bahn, Buderus, Kyocera, Deutsche Vermögensberatung, Amway, Bahlsen oder der regionale Energieversorger Mainova.

Welche Fähigkeiten sind in Ihrem aktuellen Job gefragt?
• Umfangreiches Projektmanagement-Knowhow
• Personalführungskompetenz
• Kundenführung
• „Wirtschaftliches Denken“
• Strategische/konzeptionelle Fähigkeiten
• Relevantes Netzwerk
• Erfahrung im internationalen Sponsoring
• Business Englisch

Was sind die wichtigsten Eigenschaften, die ein Sportmanager braucht?
• Tiefgreifende Kenntnisse der Branche
• „Sport-Verrücktheit“
• Strategische/konzeptionelle Fähigkeiten
• Organisationstalent
• Teamfähigkeit, wie sie jeder Mannschaftssportler kennt
• Kommunikationsfähigkeit
• Engagement/Motivation/Leidenschaft

Was war aus Ihrer Sicht die wichtigste Weichenstellung zu Beginn Ihrer Laufbahn?
Sicherlich die Entscheidung, das 2. Praxissemester in einer Sponsoring-Agentur zu verbringen, die ich während meines Auslandssemester in Arnheim/Niederlande getroffen habe. Und zu guter Letzt das Angebot von Holger Zindt (damaliger Geschäftsführer/heute Gesellschafter) als Projektmanager bei akzio im September 2004 anzufangen.

Im Laufe meiner Zeit bei akzio! war der temporäre Wechsel des Standorts (für ca. 3 Jahre) – von Frankfurt nach München – und das damit verbundene Projekt (europaweite Betreuung von BMW im Biathlon) ein weiterer sehr wichtiger Meilenstein.

Welche Tipps/Ratschläge würden Sie Kandidaten geben, die sich für eine Karriere im Sportmanagement interessieren?
Ich würde jedem empfehlen, sich frühzeitig im Sport zu engagieren. Mir hat es sehr geholfen, bereits in jungen Jahren Pressewart und Jugendtrainer zu sein. Praktika, auch wenn es nur wenige Wochen sind, und eigene Projekte während des Studiums helfen, Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen zu sammeln.

Allen Absolventen würde ich empfehlen, nicht zu früh eine Festanstellung anzustreben. Absolventen von Bachelor-Studiengängen sind mit Anfang 20 noch sehr jung für das Berufsleben. Auslandserfahrung oder Master-Studiengänge sind aus meiner Sicht wichtiger, als so früh wie möglich in den Beruf einzusteigen. Und im Job selbst ist es immer schwierig, diese Erfahrung noch nachzuholen.

Und im Vorteil ist natürlich jeder, der fließend Englisch und/oder andere Sprachen spricht, da die Internationalisierung auch vor dem Sportbusiness nicht Halt macht.

Was spricht für und was gegen einen Job im Sportbusiness?
Gegen einen Job im Sport Business spricht aus meiner Sicht das Überangebot an Studienplätzen im Vergleich zu den Bedürfnissen des Marktes. Die Branche wird nicht ewig weiterwachsen, gleichzeitig erweitern viele Hochschulen ihr Angebot, neue Angebote kommen auf den Markt und für Absolventen wird es immer schwieriger, Praktikumsplätze und viel wichtiger – eine Festanstellung zu kommen.

Empfehlen würde ich es jedem, der neben der Begeisterung für den Sport (passiv/aktiv) auch ein Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen mitbringt. Das Arbeitsumfeld und die damit verbundenen Projekte sind großartig: Wir arbeiten dort, wo andere ihre Freizeit verbringen!

Was war das Highlight in Ihrer bisherigen Karriere?
In 10 Jahren gab es bereits mehrere:
1. Champions League Finale 2013 in London – FC Bayern München vs. Borussia Dortmund für Gazprom
2. Biathlon Weltcups in Nordamerika, Sibirien und Oslo/Holmenkollen für BMW
3. 5 × Erdgas-Zelt beim Biathlon-Weltcup in Oberhof für E.ON

Wie stellen Sie sich Ihren weiteren Karriereweg vor?
Im Kleinen die Entwicklung von akzio! mit zu gestalten, und im Großen durch unser Tun als Agenturgruppe die gesamte Branche. Für mich persönlich viele weitere spannende Projekte, gepaart mit einer inhaltlichen und systematischen Weiterentwicklung in Zusammenarbeit mit vielen anderen Sportmanagern, die unsere Branche so besonders machen!

Vielen DANK für das Interview!

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