10 Fragen an Jan-Bruno Rittner von der Sport-Thieme GmbH

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Foto Jan-Bruno Rittner kleinStellen Sie sich, Ihren aktuellen Job und Ihr Unternehmen/Ihre Institution vor.
Mein Name ist Jan-Bruno Rittner. Ich bin Stellv. eCommerce-Leiter bei der Sport-Thieme GmbH. Mit 17.000 Artikeln für mehr als 45 Sportarten aus den Bereichen Schulsport, Vereinssport, Fitness und Therapie gehört Sport-Thieme zu den bedeutendsten Versandhäusern für Sportgeräte und Sportzubehör Deutschlands. Bereits seit 65 Jahren fertigen wir Klein- und Großgeräte im niedersächsischen Grasleben und verkaufen diese per Katalog inzwischen über zwei Jahrzehnte in ganz Europa – seit 1996 auch online.

Wenn ich mich nicht gerade beruflich mit Sport beschäftige, nimmt dieser ebenfalls in meinem Privatleben einen großen Platz ein. Ich spiele aktiv Basketball bei Alba Berlin und nebenbei ist Beachvolleyball eine große Leidenschaft. Sport ist also schon seit meiner Jugend ein Teil von mir und ich freue mich auch in meinem Beruf nicht nur sportliche Herausforderungen zu haben, sondern thematisch in diesen Bereich zu bespielen.

Was sind die Hauptaufgaben in Ihrem aktuellen Job? Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?
Derzeit sorge ich in meinem Job für den Aufbau und die Bekanntmachung unseres neuen Shops Namens FitnessWerk. Das heißt, hier müssen sämtliche Werbemaßnahmen konzipiert und optimiert werden. Dies nimmt derzeit die meiste Zeit in Anspruch. Ansonsten sorge ich bei FitnessWerk und Sport-Thieme für die Social-Media Präsenzen und die optimale Verzahnung der Werbemittel und den E-Commerce Shops. Eine ganze Bandbreite an spannenden und interessanten Aufgaben. Einen typischen Arbeitstag gibt es eigentlich nicht. Bevor ich starte priorisieren ich meine täglichen to do´s für FitnessWerk und Sport-Thieme und schaue mir an was in den sozialen Netzwerken gemacht werden muss.

Welchen Karriereweg haben Sie eingeschlagen um dorthin zu kommen, wo Sie heute sind?
Bei Sport-Thieme bin ich jetzt seit einem Jahr und bin sehr Stolz für dieses Unternehmen arbeiten zu dürfen. Mein Karrierestart hatte eigentlich gar nichts mit dem Thema Sport zu tun. Ich wusste nur, dass ich nach meinem universitären Abschluss gern im Online-Bereich arbeiten möchte. Deshalb habe ich bereits meine Diplomarbeit über Suchmaschinen Marketing geschrieben. Praxisbezug war mir schon immer sehr wichtig und weil ich damals in einer kleinen Privatbank gearbeitet habe, habe ich diese Bank in meinem empirischen Teil der Diplomarbeit bearbeitet. Nach meinem Abschluss wurde ich übernommen und konnte meine ersten Erfahrungen im Online-Marketing sammeln. Nach rund zweieinhalb Jahren, wurde ich von einem Headhunter angeschrieben. Hier wurde mir die Stelle des Online-Marketing Managers bei Sport-Thieme angeboten. Dies hörte sich sehr vielversprechend an und ich habe mich in den Bewerbungskreis mit eingebracht. Damals bin ich in der letzten Runde ausgeschieden. Nach kurzer Zeit habe ich ein neues Angebot vom Deutschen Sparkassenverlag bekommen. Dort hatte ich die Möglichkeit als Produktmanager für Online- & Mobile-Marketing deutschlandweite Kampagnen umzusetzen. Neue Aufgaben und Herausforderungen aber dennoch
nichts mit Sport.

Welche Fähigkeiten sind in Ihrem aktuellen Job gefragt?
Es ist von Vorteil, eine gewisse Affinität zum Thema Internet und Mobile zu haben. Des weiteren sollte man Bezug zum Sport haben, sodass man sich mit dem Themenfeld, des Unternehmens, identifizieren kann. Wenn dann noch analytisches Zahlenverständnis vorhanden ist kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Was sind die wichtigsten Eigenschaften, die ein Sportmanager braucht?
Als Stellv. eCommerce Leiter ist es wichtig Teamfähig zu sein. Es gibt wie im Teamsport unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Charakterzügen. Man muss mit jedem gut klarkommen und das Team in der Gesamtheit gut organisieren können. Deshalb ist Teamfähigkeit eine wichtige Eigenschaft. Hinzukommt natürlich eine große Affinität zum Sport. Ist dieses Vorhanden, fällt es sehr viel leichter sich in die bestimmten Themen reinzudenken.

Was war aus Ihrer Sicht die wichtigste Weichenstellung zu Beginn Ihrer Laufbahn?
Die wichtigste Weichenstellung war die Themenwahl meiner Diplomarbeit. Hier sollte schon klar sein in welche Richtung man arbeiten möchte. Dieses hilft bei der späteren Bewerbungsphase und für den weiteren Beruflichen Weg. In meinem näheren Umfeld habe ich häufig beobachtet, dass Kommilitonen sich im Vorfeld keine Gedanken über das Thema gemacht haben. Im nachhinein hat sich herausgestellt, dass die Themenwahl nicht anwendbar auf derzeitigen Problemstellungen in der Berufswelt waren. Bei den Unternehmen wo sie sich anschließend beworben haben war das Thema nicht von Relevanz und somit wurde es schwer den Job zu bekommen.

Welche Tipps/Ratschläge würden Sie Kandidaten geben, die sich für eine Karriere im Sportmanagement interessieren?
Wissbegierig sein und bleiben und zum Berufsstart sollte man aufgrund des Erfahrungsaufbaus alle 2-3 Jahre ein Unternehmen wechseln. Nur so bekommt man einen breiten Eindruck an Wissen und Erfahrungen. Es sollte vielleicht auch mal ein Job in einer Branche sein die eventuell nichts mit Sport zu tun hat.

Was spricht für und was gegen einen Job im Sportbusiness?
Für einen Job im Sportbusiness spricht bei mir, das ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe. Dies ist ein sehr großer Mehrwert für mich und ist ein positiver Faktor um nicht nur im Sport Spitzenleistung zu erzielen. Vor meinem Einstieg bei Sport-Thieme habe ich den größten Teil meiner bisherigen Arbeitszeit in der Finanzbranche verbracht. Hier war das geschäftliche Miteinander ein ganz anderes. Zumeist war es sehr konservativ und distanziert. Bisherigen Eindrücke die ich in der Sportbranche sammeln konnte, waren komplett gegenteilig. Hier ist ein „Du“ meist Pflicht und das Wort Wettbewerber gibt es bei Sport-Thieme beispielsweise nicht. Hier wird nur von Mitbewerbern gesprochen. Ein freundschaftlich sportliches Verhältnis, ist in dieser Branche selbstverständlich. Punkte die dagegen Sprechen könnten, ist die manchmal aufkommende Meinung, dass man keine „Top-Gehälter“ verdienen kann. Das heißt, Personen die hier einen Vergleich zur Beispielsweise Finanzbranche ziehen, haben eventuell recht. Dennoch kann man diese Aussage nicht pauschalisieren. Dies hängt ganz stark vom Unternehmen ab. Andere Punkte die dagegensprechen fallen mir derzeit nicht ein.

Was war das Highlight in Ihrer bisherigen Karriere?
Mein bisheriges Highlight war der Launch des FitnessWerk-Shops. Dies ist ein tolles Projekt und mit Hilfe des ganzen Teams haben wir es in sportlichen 6 Monaten umgesetzt. Es war schön anzusehen, welche Chancen wir auch außerhalb der digitalen Welt haben um einen Shop bekannt zu machen. Die Verknüpfung der realen Welt und mit der digitalen durch eine 360 Grad Kommunikationskampagne, brachte mir neue Erkenntnisse und Erfahrungen.

Wie stellen Sie sich Ihren weiteren Karriereweg vor?
Weiter bei Sport-Thieme arbeiten und weiterhin Erfolge mit FitnessWerk anstreben. Das heißt, neue Kooperationen oder noch besser, einen neuen Fitnesstrend in Deutschland als erstes Entdecken.

Vielen DANK für das Interview!

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