10 Fragen an Kathrin Lehmann von der SPORTBUSINESS CAMPUS GmbH

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Foto Geschäftsführerin Kathrin Lehmann von der Sportbusiness Campus GmbHWas genau dürfen wir uns unter Ihrem Startup vorstellen?
Die SPORTBUSINESS CAMPUS GmbH ist ein Bildungsunternehmen, das mit einem einzigartigen Konzept die schönsten Sportarenen in private Hochschulcampus verwandelt. Wir bringen die Bildung zum Sport. Bei der SpVgg Greuther Fürth haben wir so eben das Projekt „Studieren am Kleeblatt Campus“ gestartet, das Pionierprojekt und den ersten privaten Hochschulcampus bei einem Fußball-Bundesligisten.

Wie ist die Geschäftsidee entstanden und wie funktioniert Ihr Geschäftsmodell?
Vor fast genau einem Jahr, im Mai 2013, während einer Autofahrt in den Hangar 7 nach Salzburg, diskutierten wir über die Diskrepanz zwischen Millionenbudgets von Sportvereinen und den teilweise nicht immer fachlich bestens ausgebildeten Manager, die diese Budgets verwalten. So kam die Idee auf, angehende Manger direkt vor Ort bei Vereinen oder auch bei Verbänden mit der Verschmelzung von Theorie und Praxis auszubilden. Dieses Angebot soll Profisportlern, Amateursportlern und jedem Sportinteressierten offen stehen.

Unsere Geschäftsidee funktioniert sehr kompakt: Wir bieten unseren Kooperationspartner ein Komplettpaket – wir organisieren und führen den privaten Hochschulcampus und sind dafür verantwortlich, dass alle Absolventinnen und Absolventen einen staatlich anerkannten Abschluss erhalten. Wir kümmern uns also um alles, um Akquise, Kontakt mit den Bildungspartner, Dozenten-Betreuung, Organisation,…und unser Kooperationspartner stellt die Infrastruktur und sein Netzwerk aus Verein, Verband, Wirtschaft und Sport.

Stadion Greuther Fürth

Wer sind die Gründer, was haben sie vorher gemacht und wie haben sie zueinander gefunden?
Wir sind ein Team, aus „studierten Sportfans“, die zum Teil selber im Spitzensport als Aktive oder als Funktionär tätig waren. Wir waren auch in der Vergangenheit für gleiche Unternehmen tätig – aber in völlig unterschiedlichen Bereichen. Alle haben auch schon als Dozenten gearbeitet und Kathrin Lehmann, Geschäftsführerin, hat bereits Erfahrung, was den Aufbau von Studiengängen anbelangt.

Was waren die größten Hürden auf dem Weg zur Gründung?
Die Geduld. Wer mit „Dinos“ wie Bundesligisten verhandelt und Projekte plant, muss viel Zeit einplanen für Entscheidungsprozesse.

Wie finanzieren Sie Ihr Startup?
Wir greifen auf ein gutes Netzwerk zurück und konnten auch bei der Leutkircher Bank mit unserer Idee stark überzeugen. Unsere größte Finanzpower ist aber unser Freundeskreis, der sein Know-How tatkräftig zur Verfügung stellt.

Wer sind Ihre Mitbewerber und wie grenzen Sie sich von ihnen ab?
Der Bildungsmarkt ist hart umkämpft. Wir haben aber mit unserer sehr einfachen Idee, die Bildung zum Sport zu bringen und dadurch in einzigartiger Atmosphäre zu studieren, eine Marktlücke im Kern und genau zum richtigen Zeitpunkt getroffen. Und wir sind die ersten, die bei einem Bundesligisten einen privaten Hochschulcampus gegründet haben.

Logo Kleeblatt Campus Webseiten komprimiert

 

 

 

 

 

 

Wie wollen Sie Ihr Startup bekannt machen?
Wir setzten viel auf PR-Arbeit. Wir nutzen nicht nur unsere eigenen Social Media Kanäle, sondern auch unser Mediennetz sowie natürlich auch das Pressenetzwerk unseres Partners, der SpVgg Greuther Fürth. Selbstredend ist aber auch Marketing ein wichtiges Instrument, wir planen gezielte Maßnahmen im Bildungs-Bereich und v.a. online. Und natürlich präsentieren wir uns auch auf Messen etc.

Wo stehen Sie mit Ihrem Startup in einem Jahr?
Wir haben die ersten Studiengruppen im Bachelor-Studiengang am Laufen, die ersten Absolventinnen und Absolventen halten das Hochschulzertifikat der Weiterbildung in den Händen und die erste Master-Gruppe geht an den Start. Und die SpVgg Greuther Fürth hat den Aufstieg in die 1. Liga geschafft mit uns jubelnd im Stadion.

Welche Tipps/Ratschläge würden Sie Gründern mit auf den Weg geben?
Bedingungsloses Vertrauen und „Schuster bleib bei deinen Leisten“ – jede und jeder in einem Startup-Team hat seine eigenen Stärken und diese muss man einbringen. Man muss bedingungslos seinen Teammitgliedern vertrauen und sie in dem bestärken, was sie auszeichnet. Sobald man seinen „eigenen Kompetenzbereich“ verlässt, kann es anstrengend werden, obwohl es gut gemeint ist. Und was uns sehr gut getan hat, ist, dass wir geografisch nicht aufeinander sitzen und uns nicht täglich sehen. Das ist irgendwie sehr erfrischend.

Druck

 

 

 

 

 

Was spricht für und was gegen eine Gründung im Sportbusiness?
Sportbusiness ist ein dankbarer Markt – aber natürlich auch ein bald übersättigter Markt. Dankbar ist der Markt, weil es so viele Sportinteressierte gibt und fast jeden Tag irgendein Sportereignis stattfindet, bei dem man als Trittbrettfahrer oder als Hauptakteur mit von der Partie sein kann. Jeder drängt sich auf diesen Sportbusiness Markt – daher ist die Chance auch groß, dass jemand, der eine kreative und mutige Idee hat – also einfach „anders ist als andere Kinder“ – ganz schnell große Sympathie und Resonanz hat.

Vielen Dank für das Interview!

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